Über den Distelhof

Sargleben ist ein kleines Dorf in der Prignitz und Gemeindeteil von Karstädt.  Es wurde im 15. Jhd. erstmalig erwähnt. Der Name „Sargleben“ hat seinen Ursprung im wendischen Wort „Ssare-glaba“. Dieser alte Name wurde im Laufe der Jahrhunderte erst ins Germanische und dann ins Plattdeutsche übernommen, bis daraus hochdeutsch der Name „Sargleben“ wurde. Menschen im Dorf verwenden auch den rückwärts gesprochenen Namen Nebelgras. „Ssare-glaba“ bedeutet Distelfeld.

Wir werden manchmal gefragt: „Warum der Name Distelhof?“ Zur Distel haben viele Menschen zunächst keine Beziehung, bis sie bei näherem Betrachten die Schönheit und Vielfältigkeit der Disteln entdecken. Das trifft als Assoziation auch auf die Lebenssituation vieler Menschen mit Beeinträchtigungen zu. Man muss sich „einlassen können auf das Anderssein“ – dann können Alle ihre Einmaligkeit entfalten und nach individuellen Möglichkeiten selbstbestimmt das Leben gestalten. Erst, wenn Inklusion nicht nur Programm bleibt, sondern unsere selbstverständliche Haltung wird, leben wir inklusiv.

Unter dem Dach des Vereins Associata-Assistenzhunde e.V. entstehen  im Distelhof kooperative Projekte, die eines eint: Inklusion als Ansatz des achtenden Miteinanders und eines sinnhaften Lebens. Mit sozialem Engagement möchten wir vielfältig in die Region hinein wirken. Wir wollen mit- und nebeneinander arbeiten und gestalten. Der Distelhof ist ein Inklusionsraum für Begegnung, Erfahrung und Entfaltung, Kreativität, Kunst, Kultur und Bildung und wirkt mit seinen Angeboten in den Sozialraum der Region hinein. Mittelfristig möchten wir auch Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichen Arbeitsbefähigungen schaffen und suchen Menschen, die uns dabei helfen.

Der Distelhof ist im Werden und wir sind offen für und gespannt auf Menschen, die sich mit ihren eigenen Ideen einbringen möchten. Sprechen Sie mit uns über Ihre Konzepte und Visionen. Schon jetzt gibt es im Distelhof regelmäßige Angebote, die wir näher vorstellen.

Das Team des Distelhofs

Hier finden Sie nähere Infos zu uns.

Aufgewachsen bin ich am ländlich geprägten Hamburger Stadtrand mit viel Raum und Zeit zum Entdecken und sich Erproben. Meine Wurzeln habe ich in einer Kaufmanns- und Handwerkerfamilie.

In der ersten Phase meiner Berufstätigkeit arbeitete ich als Kauffrau und Werbefachwirtin. Schon als meine drei Töchter noch klein waren, wandte ich mich pädagogischen und therapeutischen Themen zu. Neben meiner freiberuflichen Tätigkeit als Werbetexterin absolvierte ich die Ausbildung zur Waldorfpädagogin, Elternberaterin und Biografiebegleiterin. Es folgten Fortbildungen in heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Arbeitsfeldern. Seit 30 Jahren begleite ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene in besonderen Lebenssituationen. Ich gebe Kurse und veranstalte Seminare in künstlerischen, beratenden und sozial-therapeutischen Arbeitsfeldern.

 

Seit fünf Jahren lebe ich mit meinem Mann fernab des Trubels in der Sternberger Seenlandschaft in MV. Ruhe und Natur ringsum geben mir Energie und Inspiration für die ehrenamtliche Arbeit im Verein Associata-Assistenzhunde e.V.. Ich bin Gründungsmitglied und engagiere mich in dieser sozialen Initiativ und im Inklusionsort „Der Distelhof“ in der Prignitz, weil durch eigene Betroffenheit und frühere berufliche Tätigkeiten gelebte Inklusion für mich ein sehr wichtiges Thema ist.

Jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Behinderung oder Beeinträchtigung lebend, sollte ungehindert – also barrierefrei – Zugang zu den Leistungen bekommen, die ihm eine selbstbestimmte Teilhabe am sozialen Leben ermöglichen. Aus meiner Berufstätigkeit in der Gesetzlichen Krankenversicherung weiß ich, dass es für den Laien oft sehr schwierig und belastend ist, die richtigen Wege und Ansprechpartner für sein Anliegen zu finden.

Die soziale Initiative Associata-Assistenzhunde e.V. hat sich auch zum Ziel gesetzt, Betroffene bei ihren Kontakten mit Behörden und Institutionen zu unterstützen. Ein wichtiger Punkt für meine Entscheidung, Gründungsmitglied zu werden. Ebenso die Möglichkeit, gestaltend mitzuwirken an der Vorbereitung eines Assistenzhunde-Gesetzes.

Mit dem Netzwerk „Vielfalt ermöglichen” möchte ich auf der Basis der Arbeit unseres Vereins Menschen, Initiativen, Unternehmen und Institutionen zusammenführen, die ein gemeinsames Ziel haben: Inklusion vor Ort leben. Etwa ein Drittel aller Menschen mit Beeinträchtigung verbringen ihre Freizeit allein, ohne soziale Kontakte. Mit den Angeboten des Distelhof wollen wir jungen Menschen, aber auch Älteren, das Gefühl vermitteln, wie belebend und bereichernd ein selbstverständliches Miteinander sein kann.

 

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